Was wurde eigentlich aus …

Da immer wieder Häuslebauer und solche, die’s mal werden wollen, unser Blog finden und eben auch immer wieder mal nachgefragt wird, wie das denn eigentlich so lief mit Bonava, dachten wir uns, wäre es doch gar nicht schlecht, einen kurzen Nachklapp darüber zu liefern, was denn eigentlich aus den Mängeln geworden ist, die wir bei und nach der Abnahme festgestellt hatten.

Über die Abnahme selbst mitsamt der Mängel hatten wir seinerzeit bereits gebloggt, deshalb hier nur noch mal die Kurzfassung. Direkt bei der Übergabe hatten wir festgestellt, dass die Türzarge zwischen Studio und Heizungsraum falsch eingesetzt war und über den Fliesensockel ragte, was eine unschöne Lücke zwischen Zarge und Wand und auch sonst eine wenig ansprechende Optik zur Folge hatte. Außerdem war der Außenwasserhahn auf unserer Dachterrasse eigenartig schief angebaut, sodass man mit diesem zwar wunderbar die Fassade wässern konnte, der Wasserstrahl aber nur mit Mühe auch in eine Gießkanne zu bewegen war. Weniger kritisch waren die teilweise etwas schwer zu öffnenden Terrassentüren, dafür umso schlimmer ein Problem, das wir erst nach einigen Tagen bemerkten: Die Fußbodenheizung in der Küche blieb kalt, obwohl die Heizung im Wohnzimmer lief und eigentlich beide Raumteile über denselben Heizkreisverteiler laufen sollten. Bei einem Einzug im Dezember nicht gerade die schönste Feststellung.

Eine im Prinzip erfreulich kurze Mängelliste. Schaut man sich so manche Fernsehsendung über Pfusch am Bau an, so kann einem die Lust am Immobilienkauf schon mal ganz schnell vergehen. Aber wie ging die Geschichte denn nun bei uns aus? Um es kurz zu machen: Alle Mängel wurden inzwischen behoben. :)

Die schwergängigen Türen an Terrasse und Dachterrasse wurden bereits einen Tag später korrigiert, als unerwartet zwei Handwerker von der Baustelle an die Fensterscheibe klopften. Das Ganze dauerte keine halbe Stunde und seitdem lassen sich alle Fenstergriffe auch von weniger kräftigen Persönchen problemlos drehen. Danach folgten erst einmal die Weihnachtsfeiertage und Silvester, wo sich natürlich gar nichts tat.

Nach Neujahr bekamen wir endlich Besuch von einem Installateur der Heizungsfirma, der sich unser Problem mit der kalten Küche anschauen sollte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits herausgefunden, dass die Angelegenheit noch gravierender war: Der Temperaturregler im Gäste-WC regelte in unserem Fall den Flur, während der Regler im Flur wiederum die Küche regelte und der im Wohnzimmer eben nur das Wohnzimmer selbst. »Da war doch beim Einbau einer besoffen«, kommentierte der Heizungsinstallateur, der glücklicherweise nur ein paar Kabel im Heizkreisverteiler umstecken musste und fertig war die Laube. Anschließend gab es gleich noch einen kurzen Crashkurs im Bedienen der Heizanlage – auch sehr aufschlussreich.

Die Türzarge zum Heizungsraum wurde erst im März und auf mehrmalige Nachfrage meinerseits beim Polier korrigiert, was aber wohl nicht daran lag, dass Bonava die Meldung nicht weitergegeben hatte, sondern daran, dass der Türbauer schlicht nicht darauf reagierte. Der hätte vermutlich aber sowieso nicht wirklich helfen können, weil sich die Zarge wegen der anliegenden Sockelleisten auf beiden Seiten der Tür nicht mehr verschieben ließ. Also musste es der eigentlich unschuldige Fliesenleger richten, der einfach das unter die Zarge gerutschte Stück Fliese wegschnitt und die Lücke auf der anderen Seite mit Füllmasse schloss. Nicht schön, aber selten, und letztlich ist’s ja nur der Heizungs- und Wäscheraum, insofern war die Lösung akzeptabel für uns.

Last but not least die Außenzapfstelle auf der Dachterrasse: Hier bekamen wir erst in diesem Monat Besuch vom Installateur, der sich das krumme Ding anschaute, verwundert fragte, ob sich da einer draufgesetzt hätte, und die Zapfstelle dann glücklicherweise so weit korrigieren konnte, dass das Wasser nun halbwegs gerade aus dem Hahn fliest und akkurat in der Gießkanne landet. Dass er dazu das Loch in der Fassade mit dem Messer vergrößern musste, sieht man dank der Abdeckung des Hahns glücklicherweise nicht.

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Eine Wasserwaage sollte man nicht anlegen, aber immerhin wird die Fassade nun nicht mehr mitgegossen.

Alles in allem kann man sagen, hat die Mängelbehebung seitens Bonava problemlos geklappt. Ja, es hat etwas länger gedauert, als wünschenswert gewesen wäre. Hätten wir akribischer genervt nachgefragt, dann wäre das alles vielleicht auch schneller vonstatten gegangen. Immerhin jedoch wurden unsere Nachfragen alle weitergegeben und dann lag es eben an den Subunternehmen für die einzelnen Gewerke, ob und wie schnell sich diese bei uns meldeten. Wir bekamen jedenfalls immer Rückrufe und abgestimmte Termine wurden zuverlässig eingehalten. Daher nichts zu beanstanden – in jeder Hinsicht.

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4 Gedanken zu “Was wurde eigentlich aus …

  1. Bore da, Thomas.
    Da kann man/frau wirklich nicht mäkeln, wenn die (bei einem Hausbau wohl zwangsläufigen) Fehler in einem übersehbaren Zeitraum behoben werden (Pfusch am Bau kennt da ganz andere Dramen). Witzigerweise erinnert das direkt machbare Umstöpseln der Heizleitungen ein wenig an Reperaturmassnahmen an Bord der Enterprise D (bunte Glasteile rausziehen & woanders einstecken – fertig!).
    Auf den elegant abgewinkelten Aussenhahn könnte auch irgendwann schweres draufgedonnert sein; oder der betreffende Handwerker ist Hundertwasser-Anhänger – demzufolge es keine geraden Linien & keine 90° Winkel in der Natur gebe… 😎

    Capt. Mel: „Was that the primary buffer-panel that just fell off my ship!?!“
    Wash: „Looks like…“
    (aus ‚Serenity‘)

    bonté

    • Hallo RoM,

      stimmt, da kann man wirklich nicht meckern. Das hat alles gut geklappt und wir haben die Themen endlich von den Hacken. :)
      War wirklich ein bisschen wie auf der Enterprise – zumal der fixe Kabeltausch auch sofort große Wirkung zeigte (na gut, sofort ist etwas übertrieben, weil die Heizung ja etwas Vorlauf braucht, aber immerhin zeitnah).
      Wahrscheinlich hat sich wirklich jemand auf den Hahn gesetzt und dort Mittagspause gemacht. In Ermangelung anderer Sitzgelegenheiten könnte ich’s fast nicht verdenken, haben wir doch auch am Wochenende festgestellt, dass es bei all dem schönen Sonnenschein doch toll gewesen wäre, sich auf der Terrasse mal irgendwo draufzusetzen, nicht eben nur auf den Fußboden. :D

      Viele Grüße
      Thomas

      • …würde sagen, kommt Zeit, kommt Außen-Wohngarnitur. 🙂
        Schätze das spätherbstliche Wetter wird die Ansätze für Gartenarbeiten ausgiebig unterhöhlt haben!?
        Summer is coming…I guess.

        bonté

      • Hallo RoM,

        verdammt, ich bin mit den Antworten mal wieder echt hinterher. :( Also es ist eher der verspätete Zaun, der unsere Gartenarbeiten einigermaßen verhagelt hat bzw. noch verhagelt. Aber angeblich soll es morgen losgehen. Na ich bin gespannt. :D

        Viele Grüße
        Thomas

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