Termine, Termine und ein bisschen (mehr) Vorfreude

Am vergangenen Freitag passierte endlich, worauf wir schon lange, lange warteten. In der Post befand sich Der BriefTM. Schon seit einigen Wochen haben wir den Termin für die Vorbesichtigung unseres bald fertigen Hauses sowie für Übergabe und Abnahme inoffiziell in unseren Kalendern stehen. Bonava war so frei, sich damit (zumindest auf unsere Nachfrage hin) nicht komplett hinterm Berg zu halten. Aber so amtsdeutsch bin zumindest ich dann doch: Nichts gilt, solange ich es nicht schriftlich habe.

img_2627Jetzt heißt es aber: Die erste gemeinsame Besichtigung steht am 7. Dezember an, die Übergabe wird am 13. Dezember stattfinden. Ha!

Ursprünglich hatten wir vorgehabt, im Januar so ganz gemächlich umzuziehen. Aber dann stand da eben plötzlich dieser 13. Dezember vage im Raum (der glücklicherweise kein Freitag ist) und plötzlich musste es eben doch unbedingt noch dieses Jahr sein – und sei es nur, um den Jahreswechsel in den eigenen vier Wänden begehen zu können.

Entsprechend mussten wir aber auch gleich mit der Umzugsplanung loslegen. Seit meinem eigenen letzten Umzug hat sich so einiges an Kram angesammelt, der mitgenommen werden möchte. Und dann wäre da noch der Umstand, dass wir inzwischen zu zweit sind, was die Menge an besagtem Kram etwa verdoppeln dürfte. Ganz zu schweigen von den unzähligen Büchern, die in ihrer Masse eigentlich inzwischen eine eigene Schwerkraft entwickelt haben müssten. Was Umzüge mit derart viel Zeug angeht: Bandscheibenvorfall, ick hör dir trapsen.

Deswegen haben wir uns dazu entschlossen, dieses Mal ein Umzugsunternehmen zu beauftragen. Hier lassen sich via Internet recht bequem diverse Angebote auf einmal einholen. War bei uns nur so mittelerfolgreich, weshalb ich noch ein bisschen Eigenrecherche betrieb. Letztlich hatten wir dann drei Angebote und nahmen das für uns am besten klingende schon vor ein paar Wochen an. Am 16. Dezember werden frühmorgens die Möbelpacker kommen.

Am selben Tag werden wir, wenn möglich, auch gleich unsere jetzige Wohnung übergeben. Der Mietvertrag war eigentlich für Ende Januar gekündigt, aber da unser Vermieter die Wohnung selbst nutzen und möglichst bald mit dem Renovieren anfangen möchte, kommen wir früher aus dem Mietvertrag. Gut auch: Wir müssen weder tapezieren noch streichen. Das hätte kaum besser laufen können.

Damit wir nicht von aufgewärmtem Zeug aus der Mikrowelle oder selbsterlegtem und über offenem Feuer gegrilltem Wild leben müssen, haben wir natürlich auch versucht, den Küchenaufbau so zu organisieren, dass wir nach dem Einzug nicht in der leeren Küche stehen müssen. Deswegen wird zumindest laut Aussage des netten Ikea-Mitarbeiters, der mit uns Planung und Kauf final abschloss, am 15. Dezember bereits unsere Küche geliefert werden.

Dass unsere komplette Planung auf dem nur inoffiziell genannten Übergabetermin basierte, machte uns natürlich einigermaßen nervös. Umso entspannter sind wir jetzt, was das angeht, aber so richtig entspannt wird’s wohl doch erst nach dem Einzug, denn viel zu viel galt und gilt es noch zu organisieren: Umzugskartons haben wir hoffentlich zur Genüge beschafft, für die meisten Räume haben wir bereits in den letzten Tagen Lampen gekauft, stolze Besitzer eines Briefkastens sind wir seit gestern auch. Die Anmeldung von Haus- und Papiermüll haben wir soweit fast erledigt, Termine beim Bürgeramt sind für Anfang Januar gemacht (berlintypisch ging es natürlich nicht früher), sogar Töpfe für den neuen Induktionsherd sind bereits bestellt. Und dennoch bleiben gefühlt tausend Kleinigkeiten, die noch zu erledigen sind. Umzüge bleiben eben, so gut man sie auch durchplant, doch immer ein kleiner Stressfaktor.

Aber bald geht das Packen los und dann heißt es: Tschüss Schöneberg und hallo Altglienicke. Die Vorfreude wächst allmählich! :)

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4 Gedanken zu “Termine, Termine und ein bisschen (mehr) Vorfreude

  1. Latha math, Thomas.
    Ist doch ein wohlklingender Termin – ich mag Freitage, die auf einen 13.ten fallen – zu dem Euch die Schlüssel fürs Kastell übergeben werden. Danach Hausrat & Hofstaat unterbringen, die Zugbrücke sichern & vom Burgfried aus die Ländereien beäugen. So lässt sich ein Jahr gut ausklingen.

    In Eurem Fall kann man/frau wohl die anstehende Eigennutzung des Landlords als günstige Fügung ansehen, was flexible Übergabe wie Kein-Kleister-&-Farbe-Kleckern-müssen angeht.

    Offensichtlich – es kribbelt schon in allen Gliedern…lediglich die Fellkugel wird sich weiterhin in Gelassenheit räkeln.
    Obschon offene Pack-Kartons garantiert zu Inspektion oder Probeliegen einladen werden. 😸

    So have fun!

    bonte

    • Hallo RoM,

      ja, wohlklingend war der Termin, bis er dann – siehe neuester Beitrag, den ich soeben versehentlich ohne vorheriges Lektorat seitens Jasmin veröffentlicht habe – nicht mehr galt. ;) So kann’s gehen, auch Papier ist eben nur Papier, egal, was darauf gedruckt steht. Man sollte meinen, zugesagte Termine werden eingehalten, wenn sie doch so knapp vorher bekanntgegeben werden, aber auch hier, das mussten wir nun lernen, kann man sich doch irren.

      Immerhin: Der Umzugstermin bleibt und das muss er auch, sodass es erstens hoffentlich doch noch was wird mit dem Ausklingenlassen des Jahres und zweitens die feline Hausherrin dennoch bald in einem Überfluss aus Kisten baden kann. :D

      Wir bleiben jedenfalls guter Dinge, oder wie in Köln gesagt wird: Et hätt noch emmer joot jejange.

      Viele Grüße
      Thomas

      • …einen zynischen Anfall voraussetzend, könnte der Beobachter anmerken, daß die damaligen BER-Verantwortlichenn auch bereits zur Einweihungspartie luden, als sich der unfertige Zustand des Flughafens nicht wesentlich vom derzeitigen (!) status quo unterschied.
        Gut – immerhin steht Euer Reihenhaus im Wesentlichen schon. Läßt sich also mit leben.

        bonté

  2. Pingback: Zeitnot ist der Planung Tod | aus der reihe

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