Vom ersten Spatenstich

Endlich ist es soweit, die Bodenarbeiten haben begonnen. Pünktlich nach dem ersten Spatenstich hat NCC vermutlich die erste Rechnung fertiggemacht, jedenfalls lag selbige gestern in der Post. Gemäß MaBV 30 Prozent des Kaufpreises, ein stattliches »Sümmchen«, bei dem einem doch erst mal die Ohren schlackern – unter anderen Umständen wäre jetzt wohl ein Anruf bei Peter Zwegat fällig. Aber gut, wir wussten’s ja vorher, insofern kann uns auch eine fünfstellige Rechnungssumme mit nicht ganz niedriger erster Ziffer nicht so recht schocken. Wenn ich jetzt noch unsere Bankberaterin telefonisch erreichen könnte, wäre ich innerlich vermutlich noch ein bisschen beruhigter. ;)

Passend zur Nachricht war heute schönstes Wetter in Berlin. Gleich morgens machte ich mich auf nach Altglienicke, besorgte mir einen Kaffee in der kleinen Bäckerei gegenüber der Baustelle und schaute den vielen Arbeitern beim Buddeln und Bauen zu. Fast ein bisschen, als würde man »Die Siedler« spielen, nur dass man hier nicht selbst mittels Maus und Tastatur eingreifen kann. Und derzeit scheint NCC tatsächlich richtig Gas zu geben. Größere Fortschritte an den vielen Häusern kann man dieser Tage ziemlich deutlich sehen.

Nur zum Zuschauen allein war ich natürlich auch gar nicht dort, sondern, um einen ersten Besichtigungstermin auf der Baustelle wahrzunehmen, der im Nachhinein wohl eigentlich nicht notwendig gewesen wäre, aber wenn man sich auf unbekanntem Terrain besonders unsicher ist, dann geht man eben doch lieber auf Nummer sicher. Die Streifenfundamente sind gegossen, die Leerrohre gucken frech wie Oskar aus dem Boden, und laut Sachverständigem ist bis hier auch alles bestens. Neuerdings müssen die Abwasserrohre wohl auf Dichtheit überprüft werden, was dem Polier auch noch nicht bekannt war. Zum Testen einfach Wasser reingießen und schauen, ob’s drin bleibt (was es müsste, schließlich sind die Leerrohre noch nicht ans Netz angeschlossen), fertig ist der Lack.

Einige Minuten und mehrere Fotos später war die Sache auch schon gegessen, ich schaute noch ein bisschen zu, wie der Bagger baggerte, während die Sonne mich brutzelte, dann ging’s auch schon zurück.

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7 Gedanken zu “Vom ersten Spatenstich

  1. Servus, Thomas.
    Der Vergleich mit Siedler (oder jedem anderen Spiel mit Digi-Personal) ist witzig. Men at work – in real life!
    Oh ja, die Kohle, die da in den nächsten Monaten so über die Bank (sic!) geschoben wird…dafür gibt es dann allerdings das Äquivalent zum englischen „my home is my castle“. Ohne Burggraben, Zugbrücke & bärbeißigem Wächter, aber mit Annehmlichkeiten.
    Stimmt, das Hochziehen des Rohbaus geht fix von der Hand; wird also nicht lange dauern bis Ihr bereits über die Stockwerke wandeln könnt. Ein gutes Gefühl.

    Sollen die Straßen der neuen Siedlung noch begrünt werden?!

    bonté

    • Hallo RoM,

      die erste Kohle ging nun auch schon vom Konto ab. War ein ziemlicher Batzen und so schnell weg, dass man da für einen Moment schon verstehen kann, weshalb mancher Banker das Gefühl für die Höhe der Geldsummen verliert, die er so durch die Gegend schiebt.

      Das mit den Straßen ist ’ne gute Frage. Ich meine, ja. Bin mir da aber nicht mehr ganz sicher. Vermutlich hab ich’s irgendwo in den Untiefen des Vertragswerks gelesen, jedenfalls ist mir so. Kann aber auch sein, dass sich das nur auf die Plätze bezog, die als Teil des Gemeinschaftseigentums gestaltet werden sollen. Aber ich nehme mal an, dass der Mondlandschaftslook so nicht bestehen bleiben wird.

      Viele Grüße & frohe Ostern
      Thomas

      • …konfrontiert mit dem Wehklagen der Bänker über „wegbrechende Geschäftsmodelle“ & „Boni-Schwund“, gemahnt mich der Kravatten-Verein vornehmlich an einen Orden von Bettelmönchen. Demnächst wohl der Soli für die Banken- & Versicherungswirtschaft! :-/

        bonté

      • Na den »Soli« für die gab’s doch schon 2008, als reihenweise Banken »gerettet« werden mussten. Ist eigentlich überliefert, ob die gewährten Darlehen seitens der Banken je zurückgezahlt wurden, oder hat man die ruinösen Verhältnisse der Unternehmen einmalig sozialisiert und dann das Mäntelchen des Schweigens drüber gehüllt? ;)

        Viele Grüße
        Thomas

      • …zumindest von der Commerzbank kam mir zu Ohren, daß sie ihre Tante SoFFi bereits wieder ausgezählt haben. Mit Zinsen gar!

        bonté

      • Oha! Zugegebenermaßen hatte ich dabei tatsächlich an die Commerzbank gedacht. Na das ist ja gut und erfreulich zu wissen, falls es wirklich wahr sein sollte. :)

        Viele Grüße
        Thomas

  2. Pingback: Ein (hoffentlich) sicheres Fundament | aus der reihe

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