Aller Anfang ist der Mammon

Die Finanzierung ist gesichert, der Kaufvertrag zwar noch nicht unterschrieben, dennoch möchte ich die Gunst der Stunde nutzen, dieses Blog ein wenig mit Leben zu füllen. Da es von der Baustelle noch nichts zu berichten gibt – schließlich kann man dort, wo irgendwann mal gebaut werden soll, bisher noch über eine vertrocknete Wiese rennen – will ich mich an dieser Stelle auf einige Randinformationen zu unserer Baumotivation und dem Projekt an sich beschränken.

Warum überhaupt bauen?

Tja, eigentlich ist es doch ganz gemütlich in unserer Wohnung im Bezirk Schöneberg, wäre da nicht das Problem, dass das entsprechende Haus bereits vor einigen Jahren verkauft wurde, im Zuge dessen die Wohnungen allesamt in Eigentumswohnungen umgewandelt wurden. Dass ich meine (inzwischen unsere) Wohnung nicht kaufen wollen würde, stand für mich von Anfang an fest. Zu klein war sie, zu wenig Sonnenlicht ließ sie herein – nichts für die Zukunft jedenfalls. Also schlug der Nachbar zu. Nach einigen Jahren Ruhe hat dieser aber inzwischen sehr freundlich Eigenbedarf angemeldet. Alles verständlich, schließlich hat er ja viel Geld für die Wohnung bezahlt, aber für uns natürlich ein Problem.

Wir hatten im Vorfeld schon nach einer größeren Wohnung in Berlin gesucht, aber schnell stellten wir fest, dass der Berliner Mietmarkt ziemlich im Eimer ist: Wenn wir überhaupt mal auf eine Annonce zu einer schönen Wohnung stießen, dann kamen die Leute gleich scharenweise zur Besichtigung. Den Zuschlag bekamen wir nie und die Warmmieten waren mit teilweise deutlich über 1.000 Euro – selbst für Randbezirkswohnungen – wirklich jenseits von gut und böse. Was also tun? Irgendeine Bleibe beziehen, deren heruntergekommener Zustand mich an Wohnungen kurz nach der Wende erinnert, die aber halbwegs bezahlbar ist? Weitersuchen und im „Glücksfall“ künftig viel zu viel Geld in die Miete stecken, nur um vielleicht in ein paar Jahren nach einem Wohnungsverkauf wieder vor die Tür gesetzt zu werden? Nein, da sollte es dann doch schon was Eigenes sein. Und jaaa, die niedrigen Zinsen für Baukredite waren natürlich auch ein Argument.

Von der Eigentumswohnung war der gedankliche Weg zum Haus dann auch nicht mehr weit, zu sehr lockte der Wunsch nach einem Stück Garten und einer eigenen Terrasse, nach Entschleunigung und Erholung vom Großstadtchaos. Nach ausgiebiger Recherche fiel ein freistehendes Haus schnell flach. Zu teuer am Rande Berlins, und was man beim Bau alles beachten müsste … Puh! Ein modernes Reihenhaus schien ein guter Kompromiss zu sein – sofern man eben damit leben kann, dass die Nachbarn nicht allzu weit entfernt sind. Zumindest konnte man sich die Sache ja mal anschauen …

Das NCC-Bauprojekt in Berlin-Altglienicke

Auf die Projektwebseite des Bauträgers und Projektrealisierers NCC stieß ich entweder durch ausgiebiges Googeln oder über den „Neubaukompass“. Was uns von der Idee her ansprach, war der Grundgedanke, Grundstück, Haus und den Innenausbau aus einer Hand zu bekommen. Ich selbst bin kein Handwerker und möchte auch nicht dutzende Einzelverträge mit Auftragnehmern schließen.

NCC baut in Berlin an mehreren Standorten. Dass es für uns nun der nördlich des Schönefelder Flughafens gelegene Stadtteil Altglienicke wurde, hängt eher damit zusammen, dass sich die Kaufpreise hier in einem für uns finanzierbaren Rahmen hielten. Ganz wichtig auch: Wir bekommen dort den Fluglärm nicht ab! Wir waren bereits ein paar mal dort und es ist wirklich leise – kein Vergleich zur quirligen Innenstadt.

NCC hat am Standort ein Musterhaus, das immer sonntags besichtigt werden kann. Es handelt sich dabei um ein zweieinhalbgeschossiges Reihenhaus mit vier Zimmern und wirklich üppiger Dachterrasse. Das Obergeschoss im Musterhaus ist nicht ganz so hoch angesetzt wie in den Häusern, die jetzt gebaut werden. Die Dachschrägen der neuen Häuser beginnen in über zwei Metern Höhe, weshalb unser Haus drei Vollgeschosse haben wird. Ansonsten kann man sich anhand des Musterhauses aber ein wirklich gutes Bild vom Ergebnis machen. Wir waren jedenfalls nach der ersten Besichtigung sehr von der Geräumigkeit des ja eigentlich recht schmalen Reihenhauses angetan.

Die Reservierung unseres Hauses konnten wir gleich vor Ort vornehmen. Eine Reservierungskaution mussten wir zwar auch hinterlegen, diese soll aber nach Unterzeichnung des Kaufvertrages zurückerstattet werden.

Zum Baubeginn ist derzeit einzig zu sagen, dass es mit unserem Haus noch in diesem Jahr losgehen soll. Einige der anderen Häuser werden bereits gebaut, wie man neuerdings auch per Webcam beobachten kann. Fertigstellung soll aber im Herbst des kommenden Jahres sein. Genug Zeit also, Vorbereitungen zu treffen, uns Gedanken über die Innenausstattung und -einrichtung zu machen und natürlich dieses Baublog mit Inhalten zu füttern.

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4 Gedanken zu “Aller Anfang ist der Mammon

  1. Pingback: Stein auf Stein | iThought

  2. Kia ora, Thomas.
    Da wünsche ich Euch soliden Grund & festen Stein! Dichtes Dach natürlich nicht weniger. :-)
    Es sind bei mir inzwischen bald 25 Jahre, die ich in eigenen Wänden lebe; damals noch mit dem Ausblick auf Obstwiesen – aber die Nachbarschaft ist seither in angenehmer Weise gewachsen.

    Alles aus ein & der selben Hand ist die angenehmere Art. Ich hatte mich damals nicht um sonderlich viel zu kümmern & konnte bereits einen Monat früher beziehen.

    Drei Etagen, Gartenanteil plus Dachterrasse – da wird der Felltiger einiges zu erkunden finden. Die Reviersicherung nicht zu vergessen!

    „Haere mai ki roto i te reka“ könnt Ihr in einem Jahr dann sagen.

    bonté

    • Hallo RoM,

      vielen Dank. Immerhin kann um uns herum niemand mehr irgendwelche Bürogebäude hochziehen, weil da auch schon gebaut wurde oder wird. Na gut, auf der anderen Straßenseite wäre vermutlich noch ein wenig Platz, aber wir hoffen mal, dass sie dort keinen gläsernen Orthanc hinstellen. ;)

      Dass wir uns nicht um alles selbst kümmern müssen, war auch ein Entscheidungsgrund bei uns. Wenn man nämlich nicht wirklich viel Ahnung von der Materie hat, dann will man sich das wahrscheinlich eher nicht antun, wenn man nicht sehr risikoaffin ist.

      Und die Katze: Ja, wir sind schon sehr gespannt. Hoffentlich hat sie dann nicht nur Angst und bleibt doch nur unten.

      Viele Grüße
      Thomas

  3. Pingback: Welcome Home | aus der reihe

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